Wie wird man Funkamateur?


So einfach kann ein Einstieg in das Hobby aussehen. Ein Handfunkgerät und eine kleine Antenne, provisorisch montiert. Verbindet man nun noch einen Computer mit dem Funkgerät kann Sprech- und Datenfunkverkehr betrieben werden. Mit dieser Technik kann ich ein sog. Relais auf dem Kieler Fernsehturm erreichen. Das ermöglicht mir dann Sprechfunkverkehr über zig Kilometer im Kieler Umland.


Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann schlage ich Ihnen vor, Kontakt zu einem Funkamateur oder einem Amateurfunkverein in Ihrer Umgebung aufzunehmen. Schauen Sie sich das Ganze doch einmal aus der Nähe an! An speziellen Ausbildungsfunkstationen können Sie sogar selbst (ohne Lizenz, aber unter Anleitung und Aufsicht) Funkkontakte herstellen! Der Deutsche Amateur Radio Club (DARC) ist mit seinem dichten Netz an Ortsvereinen eine gute Anlaufstelle. Bei Problemen bin ich Ihnen gern bei der Vermittlung behilflich, nutzen Sie doch das Kontaktformular unter "Kontakt".

Nehmen wir an, Sie wollen Funkamateur werden. Wie geht es weiter?

"Autofahren lernt man erst nach der Führerscheinprüfung" sagen viele Menschen. So ist es auch mit der Amateurfunkprüfung! Man spezialisiert sich später in "seiner" Betriebsart und wird dort zum Fachmann.

Es gibt zwei Lizenzen: Eine Einsteigerlizenz (Klasse E) und eine "große Lizenz" (Klasse A). Als Voraussetzung zum Erwerb der Lizenz sollte natürlich ein echtes Interesse an Technik vorhanden sein. Auch ohne Vorkenntnisse kann das zur Prüfung notwendige Wissen erarbeitet werden. Aber es gibt viel zu "pauken", die vielen Abkürzungen müssen z. B. einfach auswendig gelernt werden. Im Bereich Elektrotechnik/Elektronik müssen Kenntnisse und Hintergrundwissen erworben werden. Aber es lohnt sich und sehr viele Leute haben es vor Ihnen geschafft (zur Zeit ca. 70000 Funkamateure in Deutschland)!

Wie geht man es also an?

Ich selbst habe 1982 einen dreiwöchigen Kurs in den Osterferien besucht. Da wir vor Ort wohnten, konnten wir ohne Störungen von außen den Stoff erlernen. Ähnlich wie in einer Schule gab es verschiedene Fächer, für jedes der damals noch vier Prüfungsfächer ein Unterrichtsfach. Am Ende der drei Wochen standen dann die Prüfungen an. Das war für mich optimal und effektiver geht es wohl nicht. Mir ist nicht bekannt, ob es solche Lehrgänge heute noch gibt. Dafür gibt es heute sehr gute Fernkurse.

Am einfachsten und vielleicht auch am schönsten ist es wohl, einen Fernkurs zu "besuchen". Unter Gleichgesinnten lernt es sich doch am besten. Gerade das Internet bietet da natürlich tolle Möglichkeiten!

Wer Autodidakt ist, kann sich die Fragenkataloge und weiteres Material beschaffen und sich das Wissen selbst erarbeiten. Für Leute mit Vorkenntnissen im Bereich der Elektrik/Elektronik ist das vielleicht ein schneller Weg zum Erfolg. Einige Ortsvereine des DARC bieten Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung an. Man trifft sich im Wochenabstand und bespricht "Hausaufgaben" oder macht praktische Versuche.

Nach dem Erwerb der Kenntnisse und Fähigkeiten meldet man sich zur Prüfung bei der Behörde an. An einigen Orten in der Bundesrepublik gibt es in regelmäßigen Abständen Prüfungstermine.

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Prüfung nicht schon Mitglied in einem Funkclub sind, dann sollten Sie nach der Prüfung Kontakt zu Ihren "Leidensgenossen" halten. Das erleichtert Ihnen den Einstieg und die ersten Funkkontakte. Aber auch hier wird Ihnen der Funkamateur "um die Ecke" sicher gern helfen.

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