Was mich gerade beschäftigt



Die Sonne ist sehr träge und so ruht die Funkerei im Moment (die Wellenausbreitung ist u.a. abhängig vom 11-Jahreszyklus der Sonnenaktivität). Statt dessen beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Nacht- und Astrofotografie. Das Fotografieren der Sonne mit (zu wenigen) Sonnenflecken im Weißlicht oder der Sonnenoberfläche in der sog. H-alpha-Wellenlänge sind zur Zeit Thema. Die Milchstraße, leuchtende Nachtwolken oder das Aufblitzen von Iridiumsatelliten sind auch schön zu fotografieren ! Sobald wieder mehr Sonnenflecken zu sehen sind geht die Funkerei wieder los !

Sonne mit den für die Funkerei wichtigen Sonnenflecken im Weißlicht. Gewöhnliche Bridgekamera mit 50-fach optischem Zoom und speziellem Sonnenfilter. Das Bild ist nachgeschärft.


Sonne im Licht der Wasserstoff-Spektrallinie (H-Alpha-Teleskop). 10 % aus 2000 s/w-Einzelbildern kombiniert und eingefärbt (leider war die Oberfläche zum Zeitpunkt der Aufnahme eher unspannend ...) Die nächste Aufgabe besteht in der Kombination von Aufnahmen des Sonnenrands (Protuberanzen) mit Aufnahmen der Sonnenoberfläche. Da die Belichtungszeiten von Rand und Oberfläche stark unterschiedlich sind, kann nicht Beides in einem Foto dargestellt werden.


Das Aufblitzen des Satelliten Iridium 70 (der Sat. dreht sich und seine Solarpanele reflektieren die unter dem Horizont stehende Sonne. Vorausberechnung, Positionierung der Kamera in Azimut und Elevation und sekundengenaues Auslösen mit 30 Sekunden Belichtung sind notwendig). Die Sterne werden bei dieser Belichtungszeit bereits leicht strichförmig.


Leuchtende Nachtwolken (NLC) am heimischen Strand (die schwarzen Wolken sind "normale Wolken"). Entstehen von Mitte Mai bis Mitte August wenn die Sonne zwischen 6 und 16 Grad unter dem Horizont steht. Es sind von der Sonne angestrahlte Wolken aus Eiskristallen in einer Höhe von ca. 83 km.


Wie schön wäre die Milchstraße doch ohne die nervige Lichtverschmutzung ! In unseren Breiten wird der interessanteste Teil (am Horizont) durch das Fremdlicht unsichtbar. Bin extra in einen für unsere Verhältnisse dunklen Landstrich bei Passade gefahren... Die Striche sind Flugzeuge, die ihre Lichtspur in den 15 Sekunden Belichtungszeit hinterlassen.

Foto: 15 Sekunden belichtet mit 20 mm bei Offenblende F2.0, ISO 3200


Seitenansicht einer Kirche in Waldeck am Edersee. Auch hier meine Festbrennweite 20 mm F2.0, 1/5 Sekunde bei ISO 200.